Awards: alle Infos zur Jury
Die Genussblogs Awards 2007 in der Artikelübersicht
- Allgemeines zu den Awards
- Die Gewinner der Genussblogs Awards 2007
- dieser Artikel: alle Infos zur Jury & Bewertungen
- Mach’ mit! Werde Preisstifter.
Aufgabe der Jury
Die Jury wird alle zum Pop Blog Award angemeldeten Blogs sichten und bewerten. Die Bewertung erfolgt nach einem einfachen System. Das für den einzelnen Juror bestbewertete Blog erhält 15 Punkte, dann erfolgt die Punktevergabe absteigend bis zu 1 Punkt. Nach welchen Bewertungskriterien die einzelnen Juroren bewerten, bleibt ihnen überlassen. Sie haben da alle Freuräume. Jeder Juror gibt seine individuellen Bewertungskriterien in einem Jurorenprofil bekannt.
Daraus ermittelt Genussblogs.net die Nominierungen für die Wahl des Pop Blogs, ebenso den Preis der Jury. Zur Kontrolle werden alle Einzelergebnisse den Juroren zugänglich gemacht, veröffentlicht wird beim Preis der Jury nur das Gesamtergebnis.
Extrapreis der Jury
Sollte einem Juror etwas explizit Besonderes, Kreatives, Pfiffiges an einem Blog auffallen, darf er dieses Blog außerhalb seiner sonstigen Bewertungen für den Extrapreis vorschlagen. Unter allen Vorschlägen wird die Jury schließlich durch Abstimmung den Gewinner des Extrapreises ermitteln.
Zusammensetzung der Jury
Die Jury für die Genussblogs.net Awards 2007 setzt sich zusammen wie folgt:
- Guido Marquardt
- Thorsten Sommer - http://www.speisekarten-seite.de/menu/blog/
- Alexander Hänsel - http://www.restaurant-news.de/
- Aina Keller - http://textvision.de/
- Burkhard Schneider - http://www.best-practice-business.de/blog/
- Marc Kunkel - http://blog.ochsen-mannheim.de/
- Achim Meurer - http://www.alm-studio.at/
- Sebastian Dickhaut - http://www.rettet-das-mittagessen.de/blog
- Ulrike Kaiser - Genial-Lecker.de
- Gabriele Frankemölle - http://www.usa-kulinarisch.de
Die Juryprofile
Guido Marquardt
Erstens ganz simpel die Textqualität: Stil, Argumentationskraft, Stringenz, Originalität (und, leider auch nicht selbstverständlich, Rechtschreibung und Zeichensetzung).
Zweitens ist für mich ein gutes Blog eine Frage der Haltung. Soll heißen: Schreibt da nur jemand, weil ihm langweilig ist, ihm sonst keiner zuhört, das Papier alle ist oder ‘man das jetzt eben so macht’? Oder versteht es jemand, mich wahlweise durch verblüffende Ansichten, starke Sachkenntnis oder schlichtes kommunikatorisches Talent zu begeistern (gern auch durch alle drei auf einmal)?
Na ja, und ganz mag ich die Gestaltung natürlich auch nicht außen vor lassen.
Aina Keller
Struktur
- Ist der Name des gesamten Blogs stimmig und interessant?
- Sind die Kategorien griffig benannt und nicht zu umfangreich?
- Verführen die Titel der Tages-Blogs zum Weiterlesen?
- Hat der Blog einen roten Faden / eigenen Sprachstil?
- Stimmen Rechtschreibung und Bildhaftigkeit?
- Finde ich die Absätze, Aufteilung, Farbgebung etc. übersichtlich?
Aktualität
- Wie häufig wird gepostet?
- Sind die Themen der Einträge aktuell, geklaut oder „kalter Kaffee“?
- Gibt es regelmäßig Kommentare?
„Sucht-Potenzial“
- Will ich mehr lesen, unbedingt wissen, wie es weitergeht?
- Finde ich die Postings humorvoll und irgendwie einzigartig?
- Kann ich mich mit dem Blogger identifizieren oder – das Gegenteil – finde ich ihn provokant und deshalb spannend?
- Fühle ich mich wohl in diesem Weblog?
Rob Haynes
Optischer Eindruck, wie oft im Leben ist der erste Eindruck der beste Orginalität, Schreibweise, Schreibstil und Aktualität. Kann der Blog Emotionen beim Leser auslösen (Humorvoll oder auch Nachdenklichkeit) Regelmäßigkeit der Postings, Positionierung der Beiträge in den Serps und der Gesamteindruck runden die Bewertung ab.
Thorsten Sommer
- Funktional (inhaltlich) sollte ein Thema tief oder größeres Teilgebiet der Gastrosophie breit beleuchtet werden. Sachkompetenz gehört dazu. Die Vermittlung von sachdienlicher Information ist mir wichtiger als inhaltsleeres Geschwafel. (Stichwort: Kann ich vom Autor etwas lernen?)
- Formal wünsche ich mir einen einfachen, übersichtlichen Aufbau und schnelle Ladezeiten. Sinnvoller Technikeinsatz führt zur Aufwertung, Spielereien (Flash, etc.) zur Abwertung.
- Werbung ist mir (bekanntermaßen) ein Dorn im Auge, deswegen werde werbefreie Seiten vorne liegen, gefolgt von werbearmen Seiten.
- Aktualität ist wichtig und hängt bei mir eher mit regelmäßigen Einträgen zusammen. Erlaubt ist alles bis zu einmal im Monat.
- Design spielt auch eine (eher nachgeordnete) Rolle, muss auf jeden Fall zum Inhalt passen und führt in Ausnahmefällen zur Aufwertung.
Achim Meurer
- ist der Blog übersichtlich?
- Design vs. Usability
- Qualität der Photos/Videos
- Lust oder Frust? Macht mir der Blog an? Ist er “sexy”? (Nicht nur äußerlich sondern auch inhaltlich)
- Aktualität versteht sich fast von selbst
- Länge der Texte (bin am Bildschirm eher lesefaul) Daher muss mich ein Beitrag recht schnell packen, damit ich in interessant finde und lese
- Werbung ist für mich keine Abwertung, wenn Sie in Maßen eingesetzt wird.
- technische Umsetzung
Ulrike Kaiser
- finde ich einen roten Faden im Blog?
- sind die Kategorien übersichtlich und hält der Titel dem Inhalt stand?
- wie häufig wird gepostet?
- erkenne ich einen besonderen Stil?
- Werbung eher sparsam
- gefällt mir die Optik insgesamt?
Für Kochblogs
- ich liebe Fotos bei Rezepten, aber bitte selbstgemacht, lieber schlechte Qualität als keines.
- ist zu dem Essen ein Rezept angegeben?
- wie fand er/sie dieses Rezept, kann man etwas verbessern/ variieren?
- woher stammt das Rezept, selbst ausgedacht oder aus einer Zeitschrift, Kochbuch, wenn letzteres - woher genau?
- Ist das angegebene Rezept nachkochbar?
Marc Kunkel
- Der Blog sollte spannend und unterhaltsam geschrieben sein.
- Er sollte gelegentlich mit Fotos, Podcasts oder anderen Gimmicks aufgelockert sein.
- Das Thema ist dabei egal so lange der Blogger es versteht den Leser an sich zu binden.
- Es sollte regelmässig geschrieben werden wochenweise ist das Mindestmaß für mich (Außer in der Urlaubszeit)
- Rechtschreibfehler dürfen mal sein sollten aber nicht all zu oft da sein. Wer Sie findet kann Sie ja behalten aber wohin wenn es zu viele werden ?
- Auf Kategorien achte ich meistens nicht so stark jedoch finde ich es klasse wenn auch mal auf alte Beiträge verlinkt wird.
- Links in aktuellen Beiträgen sollten auf jeden Fall stimmen.
Im großen uns ganzen achte ich also sehr auf den Inhalt des Blogs und weniger auf die äussere Hülle.
Auch ein alter Blog mit wenig “Schnick Schnack” kann interessant sein.
Gabriele Frankemölle
Wichtig ist mir, dass der Blog ein “eigenes Gesicht” hat und aus der Masse heraus sticht. Die Person, die dahinter steht, sollte erkennbar sein - ob nun durch attraktiven oder witzigen Schreibstil, ausgefeilte Rezepte, ansehnliche Fotos, ein dazu passendes Design. Ich finde, diese “rote Linie” und der persönliche Eindruck machen einen guten Blog aus - “nur” Rezepte finde ich schließlich auch bei brigitte.de oder gourmet.com.
Pluspunkte gibt’s bei mir zudem für:
- gute Durchsuchbarkeit
- klare Gliederung & treffende Kategorien
- ausdruckbare Rezepte
- deutlich erkennbares “Netzwerken”
Und eher nachteilig finde ich:
- fehlende Fotos
- zu auffällige Werbung
- optische Spielereien ohne Bezug zum Inhalt
- schlampig geschriebene Texte
Sebastian Dickhaut
Foodblogs sind Themenblogs. Und die finde ich gut, wenn sie zu einem bekannten Thema, etwas Neues, Vergessenes, Eigenes und damit Interessantes bringen oder weil sie ein Randthema für viele interessant machen. Fad find’ ich es, wenn das nur um sich selbst kreist und so nichts Neues bringt –keine Ergänzung oder Erweiterung des Themas.
Foodblogs drehen sich um ein bekanntes Thema, oft in bekannter Form: Rezepte, Restaurant- oder Produktkritiken, Reiseberichte. Da etwas neu, eigen, interessant zu machen, gelingt, wenn es „aus einer Welt” kommt und dabei seinen Stil hat. Diese Welt kann die eigene Küche sein, ein Lebensmittelladen oder der ganze Erdball – der aber aus „meiner” Perspektive.
Subjektiv schreiben? Klar. Aber nachvollziehbar. Auch für die, die nicht täglich lesen. „Ich, der Sushihasser” reicht schon, wenn die Sushi-Angeberin am Nebentisch beschrieben wird. Werden deutliche Urteile über dritte gefällt– ein Sushirezept oder –lokal -, sollten die Blogger mehr kennen als Thunfisch-Rollen.
Wenn einer tut was er kann und kann was er tut und den Rest lässt, kann auch ein reiner Backblog oder ein Rezeptblog ohne Fotos gut sein. Auf jeden Fall besser als einer, der alles und alle will. Spielt man dann noch gekonnt mit seinem Thema und dem Medium – noch besser. Das alles gilt auch für gute Rezeptblogs, die ebenso spannend, fad, fundiert, verworren, pointiert, lauwarm, bereichernd, belanglos sein.
Ein guter Blogger ist für mich auch ein guter Gastgeber, der zuhört und antwortet, Gespräche in Gang bringt, Verbindungen knüpft, Grüppchenbildung vermeidet, Streithähne trennt und selbst eine gute Streitkultur pflegt. Also austeilt und einstecken wie geben und nehmen kann.
Das bedeutet auch, dass man seine Seite aufgeräumt hat für die Gäste: damit ich mich gut zurechtfinde ohne dunkel Gänge und große Kramecken, aber mit Inseln zum Ausruhen und Haken zum Hängenbleiben. Die Einrichtung ist überlegt und gewählt: die Suche, die Kategorien, die Links. Wenn dann noch genug Gläser da sind und Kühlschrank wie Klo reibungslos funktionieren, es sogar nett geschmückt ist – dann komme ich gerne wieder.
Jury der Kaffee Trophy
Die eingereichten Kaffeegeschichten werden von Vertretern der Kaffeerösterei J. J. Darboven gesichtet und bewertet. Sie ermitteln auch die Gewinner der Kaffee Trophy, die unabhängig von den übrigen Awards stattfindet.
Anmerkungen
Die Zusammensetzung der Jury wird von Genussblogs.net bestimmt. Die Award-Veranstalter und die Juroren sind von der Teilnahme an den Awards Pop Blog, Preis der Jury und dem Extrapreis ausgeschlossen. Die Betreiber von Genussblogs.net sind nicht Teil der Jury.

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