Foodbar genussblogs.net

Ganz und gar ungöttlich

So empfinde ich das zumindest. Ich habe schon ein bischen das Gefühl das diese kommerzielle Webseite der Küchengötter den Genussblogs hinterläuft und Stück für Stück unsere Ideen übernimmt und für sich ausschlachtet.

Nachdem dort nun begonnen wird Foodblogger zu interviewen, weil man ganz überraschend festgestellt hat das sich hinter den Blogs ganz interessante Personen befinden, frage ich mich wie lange es wohl dauert bis ein live-ticker installiert wird und Awards ausgeschrieben werden. Darüber wird doch ganz bestimmt schon nachgedacht?

Es ist ja nicht so, das man groß etwas mit Blogs zu tun haben möchte, aber deren Links und Traffic möchte man schon gerne mitnehmen, ein Blick in die Blogrolle gibt entsprechend Auskunft.
Um es einmal ganz und gar ungöttlich und damit sehr irdisch auszudrücken,
lieber Sebastian Dickhaut, ich finde das Scheiße!!

Mit lieben Grüßen

Thomas Lippert

18 Kommentare to “Ganz und gar ungöttlich”

  1. Jürgen meint am 28.03.2008 at 11:27 :

    Nicht aufregen Thomas !
    Das war doch zu erwarten, als Trendsetter muß man auf so etwas gefaßt sein .

  2. Katia meint am 28.03.2008 at 21:03 :

    Ach, die hatten heute mal ein paar mehr Besucher, weil alle Leser von Robert ( Lamiacucina) einen Blick auf sein Interveiw geworfen haben!
    Ich finde den Blog, oder sollte ich besser Werbeseite sagen?!, nicht so prickelnd, weder das Outfit noch die Rezepte.
    Interview von Kochbloggern gibt’s übrigens in der recht aktiven französischen Kochblogszene schon lange…das nur so nebenbei.

  3. Kochknecht meint am 28.03.2008 at 21:19 :

    Immer locker bleiben: ich habe das Interview mit großem Interesse gelesen. Wo es letztlich veröffentlicht wurde, ist mir ziemlich egal.

  4. TL meint am 28.03.2008 at 22:03 :

    Lieber Kochknecht, ich bin extrem locker, so locker das es mir fast schon egal ist wer, wo, wann, welche Interviews macht. Natürlich machen das andere schon lange, sogar in Frankreich wie Katia richtig nebenbei angemerkt hat. Das ist jedoch nicht der Punkt, sondern etwas völlig anderes, dein Kommentar ist ein gutes Beispiel dafür!!
    Da es dir offensichtlich völlig egal ist wo du etwas zu lesen bekommst, kann ich ja auch aufhören mir einen Haufen Arbeit mit dieser Seite hier zu machen. Oder?
    Es geht darum das Hier auf dieser Webseite etwas für Blogger gemacht wird, bei den Göttern etwas von Bloggern gewollt wird, nämlich deren Leser. In so fern macht es für mich sehr wohl einen großen Unterschied. Es empört mich gerade zu, das ein Blogger wie du keinen Unterschied zu machen Bereit ist. Wie geschrieben, dann gibt es auch keinen Grund sich diese Arbeit zu machen, dann können wir diese Seite auch verkaufen oder mit Werbung plakatieren.

  5. Klasu-Peter meint am 30.03.2008 at 11:23 :

    Die großen Medien spielen Monopoly. Gibt es etwas noch Felder, auf denen sie nicht vertreten sind? Dann muss man schnell etwas machen. Die Web.2 Idee, sich von der Kundschaft die Inhalte liefern zu lassen, wird dummerweise auch noch ausgeführt. Nur die dümmsten Kälber…

    Ich würde auch sagen, dass die “Küchengötter” andere Ideen ausschlachten und letztlich den Blogs das Wasser abgraben wollen. Ein Blick in die “Nutzungsbedingungen” ist lehrreich. Frage mich, wie man so etwas unterschreiben kann - nur, um “dabei” zu sein?

  6. Gabi meint am 31.03.2008 at 07:53 :

    Lieber Thomas - glaub mir, die Blogger (und viele Blogleser) stimmen auf Dauer mit den Füßen, ähem, mit dem Zeigefinger ab. Und die lassen sie dahin klicken, wo sie sich besser aufgehoben und weniger als “Geschäftsmodell” entdeckt fühlen - nun rat mal, wo das ist :-)

  7. Sebastian Dickhaut meint am 31.03.2008 at 14:14 :

    Lieber Thomas,

    mir hätte gefallen, wenn wir da mal drüber gesprochen hätten. So wie Interviews mit Foodbloggern gängig sind, so halte ich es bei solchen starken Vorwürfen für normal, die Betroffenen zu fragen - zumal wir einen direkten Draht haben, da ich Juror bei Euren Awards bin. Denkst Du wirklich, dass ich als solcher auf die Idee kommen würde, solche Dinger zu drehen? Und dass Nicky und ich das mit unseren Ansprüchen an unsere Blogs vereinbaren können, die auch für die Küchengötter gelten - da trennen wir nicht.

    Wir sind es nämlich, die das erste und das letzte Wort im Küchengötter-Blog haben und damit auch die Idee hatten, Interviews mit interessanten Leuten aus einer Szene zu führen, in der wir uns ebenfalls intensiv bewegen - miteinander, nicht gegeneinander.

    Was ich mir aber vorwerfe: Dass wir uns nicht gleich bei Euch gemeldet haben, als wir die Parallele entdeckt haben, um da keinen Kuddelmuddel wie jetzt diesen entstehen zu lassen, auch für die Blogger selbst bei parallelen Anfragen von Euch und von uns. Da jetzt Lager zu bilden, halte ich für keine gute Lösung.

    Ich komme mir jetzt ein bisschen vor wie jemand, der „durch die Medien” erfährt, dass ein Bekannter ein Problem mit ihm hat - und merke, dass es mir misslingt, da nicht ebenso öffentlich zu antworten.

    Nun sehe ich zwei Möglichkeiten: Wir reden persönlich drüber. Und/Oder wir reden öffentlich und kritisch drüber - Ihr habt da mit Euren Blogger-Interviews ein gutes Forum dafür.

  8. rettet das mittagessen » Blog Archive » Jetzt komm schon, Woche meint am 31.03.2008 at 18:24 :

    […] Bis man dann das hier liest und es schade findet, weil man das hier und das hier zusammen mehr als Plus denn als Minus empfindet? […]

  9. Gabi meint am 31.03.2008 at 19:05 :

    Noch eine Fortsetzung der “Wir entdecken die Blogger”-Geschäftsidee… Folgende Mail hat mich gerade erreicht:

    “Da wir finden, dass dein blog noch mehr Menschen erreichen sollte, haben wir einen Vorschlag. Es ist geplant auf http://www.appetido.de ständig aktuelle Nachrichten rund um Essen, Rezepte und Genuss zu veröffentlichen. Dazu könnten deine Blogeinträge zählen, indem etwa der Titel eines Eintrages plus Inhalt als Nachricht auf appetido erscheint. Der Beitrag wäre dann mit deinem Eintrag im Blog verlinkt und wer möchte, kann den kompletten Eintrag lesen direkt bei dir lesen. Somit kannst du auf einen Schlag neue Leser gewinnen und deinen Blog populär machen. Schließlich soll dieser nicht in der Weite des Internets verstauben.”

    Soo verstaubt finde ich mein Blog gar nicht - und ich glaube, ich komem in Zukunft auch ohne Contentabgreifer klar ;-)

  10. fressack meint am 01.04.2008 at 00:17 :

    Sollte ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben, weil ein Interview der küchengötter mit mir als nächstes dran ist?

    Ich schätze Eure gerade Linie eigentlich sehr, aber beim Durchsehen Eurer Mitglieder fallen doch einige sehr kommerzielle Seiten auf, ja es gewinnt sogar bei den Awards eine Seite, die fast ausschliesslich ein Klickfeld für Buchbestellungen ist.
    Der kommerzielle Charakter der küchengötter-Seite war mir von Anfang an klar. Ausgebeutet fühle ich mich nicht.
    Leben und leben lassen.
    Geht mal einen trinken. Aber ich glaube, das macht Ihr ja am 19.04.

  11. TL meint am 01.04.2008 at 09:40 :

    @Fressack
    Ist schon OK Fressack, wie Robert warst du ja auch auf meiner Wunschliste oder ein Interview mit dir wurde von einem Blogger gewünscht. Aber man kann halt nicht alles haben und langweilen möchte ich ja auch niemanden mit doppelten Interviews, muss ja nicht sein!!

    Leider gehe ich keinen trinken am 19.04, guck mal deine Emails durch, ich habe dir geschrieben warum ich nicht dabei sein kann :-(

  12. fressack meint am 01.04.2008 at 12:01 :

    Sorry, habe ich wieder durcheinandergebracht.

  13. Kochknecht meint am 01.04.2008 at 12:59 :

    @TL bitte nicht überreagieren, ich schätze Eure Arbeit wirklich sehr und nichts liegt mir ferner, als Euch in Eurer Arbeit zu entmutigen. Ich bin auch kein Freund von Blogs, die mit Werbung zugpflastert sind. Dennoch nehme ich das hin und wieder in Kauf, wenn es dort einen interessanten Artikel zu lesen gibt. Das ist doch wie im Fernsehen: da akzeptieren wir doch auch hin und wieder Werbung, wenn dafür gut gemachten Beiträge geboten werden. Ich denke, auf Dauer werdet ihr damit leben müssen, dass sich noch mehr kommerzielle Seiten aus dem Blogfundus bedienen werden. Wir werden Euch aber trotzdem die Stange halten :-)

  14. maisonrant meint am 01.04.2008 at 16:07 :

    Ich möchte nur nebenbei (und als Einstieg für meine Ausführungen) darauf hinweisen, dass diejenigen, die diesen Beitrag bis jetzt kommentierten zeigen, dass sie “seriöse” blogger sind, die weitgehend auf die Kommerzialisierung pfeifen. Zudem sind diese Kommentatoren dann wohl inhaltlich interessanter, als die breite Masse in anderen “Portalen” (jedenfalls bringen 238 “suuuuuper” Kommentare nicht weiter).
    Ich persönlich wüsste nicht, wie ein kommerzielles “ausschlachten” oder “Wasser abgraben” überhaupt gehen sollte. Es geht geht meines Erachtens um Medienkompetenz der Besucher: Wer die Küchengötter besucht, sucht, na ja, Berieselung? Wer die Genussblogs frequentiert, sucht pointiertes Wissen, abseits des Mainstream. Die Küchengötter sind duch die Reichweite (und jetzt schreibe ich ohne tiefere An- und Einsicht) möglicherweise ein guter Einstiegs- und Orientierungspunkt. Dies ist ja die originäre Aufgabe der Massenmedien: Orientierungen bieten. Wer sich nun WIRKLICH mit Kochkultur in diversen Facetten auseinandersetzen möchte, ist bei den Genussblogs sicher besser aufgehoben. Da bleibt es dann wieder der Kompetenz des Einzelnen überlassen, sich zu überlegen, wie unabhängig das Angebot eines Verlagshauses sein kann und inwieweit man in die Tiefe gehen möchte.
    Auf Seiten der Blogger muss man sich sicherlich früher oder später die Frage stellen, wozu man das eigentlich macht. In der Regel gibt man “geistiges Gut”, egal welcher Qualität, preis und als Privatperson nahezu schutzlos. Letzlich kann man aber auch hier kontrollieren, was man tut und sich eben nicht (der Clickrates oder der persönlichen Eitelkeit wegen) überall registrieren.
    Letztlich sehe ich auch kein Problem mit Doppelinterviews, dann kommt es halt auf die Qualität an. Dass die Genussblogs diesen Umfang nicht leisten können, muss den Besuchern bewusst sein. Wo man lieber liest, ist dann dem Nutzer überlassen. Eben dort, wo die eigene Interessenlage besser bedient wird. Und meine Entscheidung ist da ganz klar.
    Wenn lamiacucina oder fressack angefragt werden, ist das ja erstmal ein Kompliment, unterstelle ich. Kommerzielle Interessen stehen dort (von Bloggerseite) erst einmal im Hintergrund. Allerdings wäre ich überrascht, wenn z.B. die Jungs von der Molekularüche (Eigenarbeit) bei den Küchengöttern wohlplatziert wären. Die Differenzierung der Portalanbieter und deren Inhalte setzt wohl gerade erst ein. Wenn absehbar wird, dass ernsthaft Geld mit Bloggercontent verdient wird, werden auch andere Entscheidungsmechanismen bei Interviewanfragen einsetzen.

  15. Wolf meint am 02.04.2008 at 13:11 :

    Hallo Thomas, so ist das, es gibt (Gott sei Dank) keine Patente auf gute Ideen. Aber bei Dir bin ich mir sicher, dass Deine Kreativität den anderen immer ein bisschen voraus ist. Denn Kreativität fehlt den Nachmachern meistens, sonst müssten sie ja nicht bei anderen kopieren gehen…
    LG Wolf

  16. Charles meint am 02.04.2008 at 16:46 :

    Ist doch eigentlich sehr clever, dat Janze. Man reitet auf Trends wie Kochen, Blogs und Communities mit und lässt sich für umsonst Content und Nutzungsrechte liefern, die sich später schön versilbern lassen. Dazu wird hier und da noch eine nette Inspiration requiriert. Und wenn jemand damit ein Problem hat, dann darf er den Anderen mit einem Interview gerne eine Plattform liefern.

  17. mütter kochen gerne meint am 07.04.2008 at 12:33 :

    Nicht aufregen, denke immer dran: Qualität setzt sich durch! ;-)

  18. tex meint am 15.05.2008 at 22:01 :

    Ich verstehe die Aufregung nicht, die verlinkte Seite ist nicht nur unübersichtlich sondern auch vollkommen uninteressant. Wie gesagt: Qualität setzt sich durch!

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